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Prima Klima -
Innovative Architektur mit PVC macht Unternehmenscharakter sichtbar


Das klassische, architektonisch reizlose "Gewerbegebiets-Gebäude" - absolut kein Fall für die Firma Bärlocher: Sobald feststand, daß das Unternehmen seinen Firmensitz von der Innenstadt Münchens in den Norden, nach Unterschleißheim, verlegen würde, machten sich die Verantwortlichen Gedanken über den Charakter des künftigen Firmensitzes.

"Wir wußten genau, daß wir keines dieser langweiligen Bürogebäude bauen wollten", erklärt Alfred Kürzinger, Technischer Leiter der Bärlocher GmbH. Das Ergebnis: das Bärlocher K-Haus, ein architektonisches Prachtstück.

Zwei Werkstoffe dominieren

"K" steht für Kunststoff -; was sonst, denn natürlich ist das Unternehmen, das seit 50 Jahren Kunststoff-Additive produziert, sich selbst treu geblieben: PVC war einer der zentralen Werkstoffe bei der Konstruktion der beiden Gebäudekomplexe. PVC und Glas. Viel, viel Glas, 15.000 Quadratmeter insgesamt. Sie vermitteln den luftigen, transparenten Eindruck.

Das Bürohaus steht auf Pfeilern, das Tiefgeschoß dient als Parkfläche. Leicht, beinahe schwebend erheben sich die beiden eigentlichen Bürogeschosse darüber, abgerundet durch eine dritte Ebene, eine leicht zurückversetzte gläserne Rotunde. Diese Geschosse bestehen komplett aus Fensterelementen. "Was wir hier verwirklicht haben, nennt sich Bandrasterfassade", erklärt Architekt Joachim Bauer. Die gesamte Fassade setzt sich aus einzelnen Fenster-Rahmen-Elementen zusammen, alle in der gleichen Größe, die jeweils vom Boden bis zur Decke reichen. Diese Art der Kunststoffenster-Konstruktion sei ein Novum, so Bauer, und der Vorteil des PVC liege auf der Hand: "Mit einem Preis von weniger als zwei Mark pro Kilogramm Kunststoff ist PVC wesentlich günstiger als Aluminium, das acht Mark kostet."

Ein Klassiker wird mit Füßen getreten

Polyvinylchlorid ist nicht nur für die Fassade verwendet worden. Als Fußbodenbelag ist PVC ein echter Klassiker – in der Kantine des Bärlocher-Hauses zu finden. "Wir haben darauf geachtet, PVC überall dort zu verwenden, wo es sinnvoll ist, aber wir sind damit nicht inflationär umgegangen", betont Alfred Kürzinger. Das Ergebnis im Innern des Hauses ist ein reizvoller Materialmix.

Unauffällig steht in einer Ecke des Entrées ein kleiner Betonwürfel: Anschauungsexemplar für die Decken, die eine weitere Besonderheit des K-Hauses sind. Mit 36 Zentimetern rund 30 Prozent dicker als herkömmliche Betondecken, haben sie ein ausgeklügeltes Innenleben: In Kunststoffröhren wird im Sommer kühles Grundwasser, im Winter warmes Wasser durch die Decken des Bürogebäudes geleitet. Thermoaktivität heißt das Zauberwort: 80 Kilometer dieser Kunststoffröhren durchziehen das Haus. Trotz der 35 Grad an einem Sommertag ist es im Gebäude erfrischende 23 Grad kühl.

Die Decke erfüllt eine zweite wichtige Funktion – die sogenannte Quellüftung: Durch ein weiteres Rohrsystem wird frische Luft in die Büroräume geleitet. "Besser als jede Klimaanlage", so Joachim Bauer.


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