









|
 |

| |

Erhellende Platzsparer -
Wiener Druckerei feiert Erfolge mit hauchdünnen Leuchten
Seitdem in einer österreichischen Wirtschaftszeitung ein Artikel
über das neue Produkt von "Schönberg + Cerny"
erschien, klingeln bei dieser Wiener Druckerei die Telefone Sturm.
Ein beleuchtetes Display, das dünner als ein halber Millimeter
ist, das klang unglaublich - die deutsche Autoindustrie wollte mehr
darüber wissen. VW, Audi, BMW und Mercedes zeigten sich hoch
interessiert. Es gibt auch zahlreiche andere Gespräche, etwa
mit Aufzugsunternehmen und der Werbewirtschaft.
Angewandte Elektrolumineszenz
Die "Elumic"-Leuchtfolie besteht aus mehreren hauchdünnen
Schichten aus Kunststoff und anderen Materialien, die mittels Siebdruckverfahren
auf einer transparenten PVC-Folie angebracht werden. Irgendwo zwischen
diesen Schichten steckt auch das, was die Folie bei Stromzufuhr
zum Leuchten bringt. "Es ist das bekannte Prinzip der Elekroluminiszenz",
erklärt Christian Czak, Geschäftsführer von "Schönberg
+ Cerny". "Wir haben es in neue Technologien eingebunden.
Das Ganze funktioniert - vereinfacht ausgedrückt - folgendermaßen:
Umweltverträgliche Halbleiterkristalle werden durch das Anlegen
von Wechselspannung dazu gebracht, elektromagnetische Wellen abzugeben,
und erzeugen so Licht."
Hart im Nehmen
Die Zeiten, als ein beleuchtetes Anzeigendisplay noch eine Bautiefe
von Zentimetern benötigte, neigen sich ihrem Ende zu. Mit "Elumic"
können auch schwer zugängliche Flächen platzsparend
beleuchtet werden. Die Leuchtfolie ist nicht nur dünn und entsprechend
leicht, sie strahlt so gut wie keine Wärme ab und hält
wegen der Formbeständigkeit von PVC auch harten Belastungen
stand. Selbst Temperaturen von minus 40 oder plus 85 Grad können
der Leuchte nichts anhaben, sie eignet sich daher auch gut für
den Einsatz in technischen Extremsituationen. Ultraflache Auto-Armaturenbretter
lassen sich damit ebenso realisieren wie Stationshinweise in öffentlichen
Verkehrsmitteln, Anzeigedisplays in Aufzügen oder auf Haushaltsgeräten.
Bei Werbebeleuchtung rechnet Czak pro Quadratzentimeter mit Kosten
von 0,15 - 0,30 Euro.
Breite Anwendung
Der Markt für dieses innovative Produkt scheint unendlich
zu sein: Ultraflache Auto-Armaturenbretter lassen sich damit ebenso
realisieren wie Stationshinweise in öffentlichen Verkehrsmitteln,
Anzeigedisplays in Aufzügen oder auf Haushaltsgeräten.
Bei Werbebeleuchtung rechnet Czak pro Quadratzentimeter mit Kosten
von 0,15 - 0,30 Euro. Eine schwedische Firma und ein österreichisches
Wochenmagazin haben bereits erfolgreich mit "Elumic"-Displays
geworben. Einen besonders interessanten Anwendungsbereich sieht
Czak in der Flugzeugindustrie, wo Platz, Gewicht und Zuverlässigkeit
eine entscheidende Rolle spielen.
|
|
Übersicht
zurück
weiter
Archiv
Bestellen
Printversion
|