









|
 |
| |

Eine Branche zieht Bilanz
PVC im Rückblick 2007
Winter 2007. Positive Bilanz zieht DI Theodor Znidaric, Sprecher der österreichischen PVC-Branche, über die vergangenen Monate. Fortschritte wurden nicht nur in inhaltlichen Fragen wie Nachhaltigkeit, Wiederverwertung und Verbesserung der Ökobilanz gemacht, sondern auch hinsichtlich Forschung und Entwicklung. Eine dazu im Herbst 2007 veröffentlichte Expertise beinhaltet unter anderem die grundsätzliche – auf die Bedingungen in Österreich zugeschnittene – Überprüfung der Nachhaltigkeit des Werkstoffs. Sie dient als valide Grundlage für weitere Entwicklungen. Die Ergebnisse der Expertise spiegeln ebenso die Fortschritte der Initiative Vinyl 2010 wider, deren Ziel es ist, den Werkstoff auch für die Anforderungen von morgen zu rüsten. Anstrengungen und Erfolge, die sich nicht zuletzt in der guten Nachfragesituation nach PVC ausdrücken.
Hohe Nachfrage
Der konstant steigende Bedarf an PVC ließ 2007 die Absatzzahlen der europäischen PVC-Branche wachsen. Anhaltend hohe Konjunktur sowie Nachholbedarf bei PVC und PVC-Anwendungen in den osteuropäischen Staaten sind für diese Entwicklung ebenso verantwortlich wie steigende Rohstoffpreise – besteht doch PVC zu mehr als der Hälfte aus Salz und hat daher im Vergleich zu anderen Kunststoffen einen verhältnismäßig geringen Rohöl-Anteil. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich 2007 die Nachfrage nach rezykliertem PVC.
Vinyl 2010
Große Erfolge zeigt der aktuelle Fortschrittsbericht der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche zu nachhaltigem Umgang und Wirtschaften mit dem Werkstoff auf. Im Beobachtungszeitraum 2006 wurden über die von Vinyl 2010 betreuten Projekte rund 83.000 Tonnen PVC wiederverwertet und damit zum zweiten Mal in Folge die Mengen verdoppelt. Der Ersatz von Bleistabilisatoren – eines der Hauptziele von Vinyl 2010 – wurde weiter vorangetrieben und im Bereich der Trinkwasserrohre in nahezu allen EU-15-Ländern bereits abgeschlossen. Die übrigen Länder der EU-27 haben sich ebenfalls zum gänzlichen Ausstieg aus Cadmium und Blei verpflichtet.
Expertise „PVC HEUTE“
Im September 2007 präsentierte das renommierte österreichische Institut für industrielle Ökologie eine Faktensammlung zu den wesentlichen Fragen im Zusammenhang mit PVC. Die im Auftrag des Fachverbands Chemie erstellte Expertise „PVC HEUTE“ beleuchtet die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Werkstoffs entlang seines gesamten Lebenszyklus. Das Ergebnis: In wesentlichen der in der Vergangenheit teils heftig diskutierten Themenfelder ist die Situation bereinigt. Ein undifferenziertes Verbot des Werkstoffs oder ein genereller Verzicht auf PVC sind haltlos.
SolVin Innovation Award 2007
Ein österreichisches Unternehmen sorgte für Aufsehen beim SolVin Innovation Award. Der in Micheldorf (OÖ) ansässige Hersteller von Maschinen und Werkzeugen zur Kunststoffverarbeitung, Technoplast Kunststofftechnik, setzte sich bei dem mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb gegen 106 internationale Einreichungen durch und errang den Hauptpreis. Eine neuartige Werkzeugkonstruktion, die den Energieaufwand bei der Herstellung von Kunststoff-Fensterprofilen um bis zu 80 Prozent reduziert, überzeugte die Jury und brachte Technoplast den Siegerscheck über 50.000 Euro. Österreich war beim Award mit insgesamt 10 Einreichungen von Aluplast, Dietzel, Internorm, PipeLife, Technoplast und der Reststofftechnik GesmbH vertreten – ein neuer Rekord, der die Innovationskraft und das hohe Qualitätsniveau der heimischen PVC-Industrie belegt.
|
|
übersicht
zurück
weiter
Archiv
Bestellen
Printversion
|