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Neues Handbuch über PVC-Recycling:
Übersicht aktueller Verwertungswege

Juni 2002
. Kunststoffrecycling ist heute fester Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl an umweltfreundlichen und wirtschaftlich sinnvollen Verwertungsmöglichkeiten geschaffen, die den unterschiedlichen Abfallströmen differenziert angepasst werden. Ein neues Handbuch gibt jetzt Einblick in den aktuellen Stand der PVC-Verwertungswege und stellt neue PVC-Recyclingtechnologien vor.

Werkstoffliches Recycling wird vor allem für sortenreine oder vorsortierte PVC-Produkte wie Fenster, Rohre, Fußbodenbeläge, Kabel oder Dachbahnen angewandt. Dabei kommen trockenmechanische oder Lösemittelverfahren zum Einsatz, wie z.B. das neue Verfahren „Vinyloop“, das in dem Handbuch näher erklärt wird.

Rohstoffliches Recycling bietet sich dann an, wenn eine weitere Aufbereitung von PVC-reichen Mischkunststoffen ökonomisch und ökologisch nicht mehr sinnvoll ist. Die vermischten Altkunststoffe werden in ihre Ausgangsstoffe aufgespalten und zu Kohlenwasserstoffverbindungen und Salzsäure verarbeitet. Die PVC-Branche hat in eigener Initiative verschiedene Projekte zum rohstofflichen Recycling gestartet, darunter die DOW/BSL-Drehofenverwertung und die „Linde-Schlackebadvergasung“, die neben weiteren Verfahren in dem Recyclingbuch anschaulich präsentiert werden.

Bei der thermischen Abfallverwertung wird der hohe Energiegehalt von Altkunststoffen zur Gewinnung von Wärme und Elektrizität genutzt. Das neue Handbuch stellt in dem Zusammenhang auch Ergebnisse unabhängiger Studien über die Auswirkungen von PVC in Müllverbrennungsanlagen vor.

Die Schaffung und Optimierung von Verwertungslösungen sind wesentliche Punkte eines 10-Jahres-Plans für verantwortungsvolles Produkt- und Abfallmanagement, zu dem sich die europäische PVC-Branche (PVC-Hersteller, Produzenten von Zusatzstoffen und PVC-Verarbeiter) im März 2000 freiwillig selbst verpflichtet hat. Die freiwillige Selbstverpflichtung enthält konkrete Ziele und Zeitvorgaben für ökoeffizientes Wirtschaften während des gesamten PVC-Lebensweges, deren Umsetzung von unabhängigen Dritten überprüft wird. Es wird auch der Dialog mit allen Interessengruppen gepflegt, was dazu geführt hat, dass 2001 einige Ziele sogar erweitert wurden und neue dazu kamen.

Das neue PVC-Recycling-Handbuch und aktuelle Unterlagen über die freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie zur nachhaltigen Entwicklung können kostenlos bei der API PVC- und Umweltberatung, Telefon 01/712 72 77, E-mail: office.at@plasticseurope.org bezogen werden.


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