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Neue Ökoeffizienz-Studie als Ratgeber -
Vergleich unterschiedlicher PVC-Recyclingverfahren
Juni 2003. Fundierte Grundlagen für die Auswahl geeigneter PVC-Recyclingverfahren bietet eine neue Studie, die im Rahmen von "Vinyl 2010", dem 10-Jahres-Programm der europäischen PVC-Industrie für nachhaltiges Wirtschaften, erstellt worden ist. Die unabhängige Forschungsorganisation "PE Europe" untersuchte im Auftrag von "Vinyl 2010", auf welche Weise gebrauchte Kunststoff-Kabel mit hohem PVC-Anteil am ökoeffizientesten wieder verwertet werden können.
In der Vergangenheit galt ja die Wiederverwertung vermischter PVC-Abfälle oder von Verbundmaterialien als besonders schwierig. Mehrere neuartige PVC-Recyclingverfahren versprechen inzwischen Abhilfe. In der Studie ging es darum zu überprüfen, inwiefern diese Verwertungs- und Rückgewinnungsverfahren wichtige Kriterien der nachhaltigen Entwicklung erfüllen.
Auf ihre Ökoeffizienz untersucht wurden folgende PVC-Recyclingverfahren:
Vinyloop: werkstoffliches Recycling auf Basis eines Lösemittelverfahrens, bei dem hochwertiges PVC-Compound mit den ursprünglichen (teuren) Zusatzstoffen zurückgewonnen wird.
NKT Watech: rohstoffliches Recycling mittels eines chemisch-thermischen Verfahrens (Pyrolyse), das PVC in einem Reaktor bei niedrigem Druck und mäßigen Temperaturen aufspaltet. Rückgewinnungsprodukte sind Kalziumchlorid, Koks und diverse Metallchloride. Das Kalziumchlorid kann als ökologisch unbedenkliches Streusalz verwendet werden.
Stigsnaes: rohstoffliches Recycling mittels eines Hydrolyse-Pyrolyse-Verfahrens, bei dem u.a. Natriumchlorid und Kohlenwasserstoff aus Alt-PVC gewonnen werden.
MVR Hamburg: modernes Müllverbrennungsverfahren zur Rückgewinnung von Strom, Wärme und Salzsäure aus Siedlungsabfällen.
Die Studie nimmt die Deponierung als gemeinsame Referenzgröße an, um die Kostendifferenz und die ökologischen Vorteile der einzelnen Verwertungsoptionen zu ermitteln. Im Ökoeffizienzvergleich schnitt Vinyloop am besten ab, gefolgt von den rohstofflichen Recyclingtechnologien und dem Müllverbrennungsverfahren mit Energieverwertung. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass bei der Auswahl auch spezifische lokale und nationale Umwelt-, Kosten- und Gesetzesaspekte berücksichtigt werden müssen.
Eine Kurzfassung der Studie "PVC Recovery Options: Environmental and Economic System Analysis" kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Die Studie selbst und Informationen über die neuesten Fortschritte der Initiative "Vinyl 2010" können kostenlos bei der API PVC- und Umweltberatung, Telefon 01/712 72 77, E-mail: office.at@plasticseurope.org angefordert werden.
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