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- International: Avantgarde-Architektur dank Bauen mit Membranen - Österreichische Architekten wegweisend
- USA: New York setzt wieder auf Rohre aus PVC
"Bauen mit Membranen" im Focus der Avantgarde-Architektur
Faszinierende Möglichkeiten der Kunststoff-Membrandächer
Völlig neue architektonische Akzente im Stadtbild erlaubt die Membranarchitektur: schwerelos wirkende Gebilde, lichtdurchlässig und enorme Spannweiten umfassend. Die ideale Verbindung von Funktion und Ästhetik. International gerühmte und prämierte Beispiele sind in Wien zu finden: Die Überdachung des Urban-Loritz-Platzes und das Faltdach des Arkadenhofs im Wiener Rathaus. "Bauen mit Membranen ist spannend, denn es erfordert eine ganz eigene Art zu arbeiten: Man muss sich auskennen, Neues entwickeln, sehr technisch denken können - das ist die Kunst", erklärt die Architektin Silja Tillner, die dem Hof des neogotischen Rathauses mit einem PVC-beschichteten Dach zu neuen Nutzungsmöglichkeiten verhalf.
Das Grundmaterial der Membrane (lateinisch membrana = "dünne Haut") sind zumeist Polyester-Gewebe. Durch die Beschichtung mit Weich-PVC oder anderen Kunststoffen wird das Gewebe reißfest, schwerentflammbar und beständig gegen Umwelteinflüsse. Die neue Bauweise erlaubt Konstruktionen, die früher nicht denkbar waren - technisch standen Luftfahrt, Automobilproduktion und Schiffsbau Pate. So zeigt die Neugestaltung des Urban-Loritz-Platzes in Wien, wie sehr ein ehemals trostloses "Niemandsland" mitten im Verkehr durch eine auffallende Dachlandschaft zu einem attraktiven, eigenständigen und menschenfreundlichen Stadtbereich aufgewertet wurde.
Eingesetzt wird die textile Architektur - als Pionier auf dem Gebiet gilt Frei Otto mit seinen 1968 für die Weltausstellung in Montreal geschaffenen Zeltlandschaften - auch für Sport- und Freizeitstätten, Industriebauten, den Veranstaltungs- und Messebau und (temporäre) Werbearchitektur. In Deutschland, das mit dem Münchner Olympiastadion einen der bekanntesten Membranbauten besitzt, rückte die Membrantechnik durch die Überdachung der Fußballstadien in Stuttgart, Hamburg oder Wolfsburg in den Blickpunkt. Für diese Großflächen wurde PVC-beschichtetes Polyestergewebe gewählt, das sich durch Lichtdurchlässigkeit und Reißfestigkeit auszeichnet.
Die ursprüngliche Hauptfunktion von Membranen, das temporäre Abtrennen und Schützen, weicht in der zeitgenössischen Architektur neuen Dimensionen, wie etwa der neue Tower des Flughafens Wien/Schwechat zeigt: Die Architekten Zechner & Zechner wählten eine weiße Membranhaut, die den Betonkern verhüllt und dem Gebäude eine eigenständige Note gibt - und eine zusätzliche Funktion: Zukünftig werden auf diese "Haut" Werbung ebenso wie Kunstprojekte projiziert.
Der weiteren Entwicklung des Membranbaus sind kaum Grenzen gesetzt, ein breites Spektrum von Anwendungen ist möglich: Vor allem bei Bauaufgaben, bei denen konventionelle Bauweisen aus technischen Überlegungen nicht einsetzbar sind. Aufgrund ihrer Kosten-/Nutzeneffizienz und der ästhetischen Möglichkeiten haben Membrane aber auch die besten Chancen als attraktive, moderne Alternative zu herkömmlichen Bauweisen.
Nach eingehender Prüfung entscheidet New York für den Einsatz von PVC-Rohren
Im Jänner 2005 entschied die Stadt New York, ein 2002 beschlossenes Gesetz gegen die Anwendung von PVC-Rohren wieder aufzuheben.
Die Argumente der Gruppierungen, die dieses Gesetz "aus Brandschutzgründen" initiiert hatten, hielten den Fakten nicht stand. New Yorks Gouverneur George Pataki schrieb in seinem Veto, dass das Gesetz gravierende "technische Mängel" aufweise und "zur Verwirrung" bei der Durchführung führe. Er verwies auch auf den Konflikt zwischen den kommunalen Restriktionen und internationalen Gesetzen. In den Diskussionen punktete PVC mit seiner Nachhaltigkeit: preisgünstig, langlebig, recyclebar, flexibel und wenig anfällig. PVC-Rohre zeichnen sich durch hohe Lebensdauer, zuverlässige Dichtheit, gute chemische Widerstandsfähigkeit und eine lange Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren aus.
Die Stadt New York erkennt damit an, dass PVC im Vergleich mit anderen Materialien positiv abschneidet. Auch in Europa wird an dem Nachhaltigkeitsprofil des Werkstoffes und der Produkte gearbeitet: Die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, "Vinyl 2010", setzt der Industrie konkrete Ziele wie die kontinuierliche Verringerung der Umweltauswirkungen in der PVC-Herstellung, den schonenden Einsatz von Zusatzstoffen und verantwortungsvolles Abfallmanagement.
Hinsichtlich der Rohre betreibt etwa in Österreich der Arbeitskreis Kunststoffrohr Recycling (ÖAKR) seit dem Jahre 1991 ein Sammel- und Verwertungssystem für Kunststoffrohre und -formstücke. Die Sammelmenge lag 2003 bei 501 Tonnen, davon entfielen 34 % auf PVC.
Zusätzliche Informationen zu PVC-Rohren erhalten Sie unter www.oekoeffizienz.at.
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