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Hessen: Ein weiteres deutsches Land gibt "grünes Licht" für PVC - Aufhebung von PVC-Beschränkungen ist "Beseitigung von Altlasten"

Oktober 2001
. Nach einer Reihe deutscher Länder hat nun auch Hessen beschlossen, bestehende PVC-Beschränkungen ersatzlos zu streichen. „Eine innovative Entscheidung für Umwelt und mehr Wachstum“, nennt Gottfried Milde, der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Hessen, den Beschluss. Mit der „längst überfälligen“ Entscheidung seien „Altlasten beseitigt“ worden, da die PVC-Richtlinie „nicht zeitgemäß und ökologisch unsinnig“ sei. „Ich gehe davon aus, dass damit Kosteneinsparungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau des Landes Hessen möglich sind“, ergänzt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP Hessen, Michael Denzin. Durch Verbesserungen im Recycling und in der Herstellung von PVC-Produkten seien die Ökobilanzen für PVC-Produkte kontinuierlich besser geworden, sodass man nun aus ökologischer Sicht von einer Gleichwertigkeit von PVC mit Produkten aus alternativen Materialien ausgehen könne. „Damit kann der Bauträger diejenigen Produkte auswählen, die über ihre Lebenszeit kostengünstiger sind“, führt Denzin weiter aus. Mit dem Beschluss des Landtags sei nun eine „fast fünfzehn Jahre andauernde, ideologisch geführte Diskussion endgültig vom Tisch“.

Denzin forderte auch die kommunalen Mandatsträger (Wohnbaugenossenschaften) auf, ihre Satzungen auf das Vorhandensein von – wie er betont: „überalterten“ – PVC-Beschränkungen zu überprüfen: „In der freien Materialwahl stecken Möglichkeiten zur Kosteneinsparung, die nun auch bei der Errichtung von kommunalen Gebäuden realisiert werden können.“

Vorerst nur in Deutschland – hierzulande halten jene Kommunen, die seinerzeit in die „Falle“ gegangen sind und PVC-Vermeidungsbeschlüsse gefasst haben, noch daran fest.


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