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PVC hilft beim Schutz des Jungwalds
November 1999. In Großbritannien kommen sie bereits zum Einsatz: PVC-Schutzeinrichtungen
für Jungbäume. Die durchsichtige PVC-Folie wird um einen
Baumsetzling gespannt, um diesen vor Wildverbiss zu bewahren. Für
einen Jungbaum sind vor allem die ersten zwei Jahre eine gefährliche
Zeit. Hasen, Eichhörnchen oder Rehe knabbern an den zarten
Trieben oder ziehen die Rinde von Jungbäumen ab - der Baum
kann dadurch verkümmern oder eingehen. Die Schutzeinrichtung
hilft dies zu verhindern, ohne dass dabei das Wild gefährdet
oder Schadstoffe freigesetzt werden. Die spiralenartig geschnittene
Folie aus rezykliertem PVC ist so flexibel konstruiert, dass sie
mit dem Baum "mitwächst". Nach Gebrauch werden die
Baumschützer eingesammelt und können wiederum werkstofflich
rezykliert werden.
Der Welt Flügel verliehen
80 Jahre - und immer noch voll im Einsatz für seine Idee:
Bernhard Markwitz, der Erfinder der Schwimmflügel. 1958 hatte
er, angeregt durch einen Badeunfall seiner kleinen Tochter, angefangen,
nach einer sicheren, bequemen und "didaktisch richtigen"
Schwimmhilfe zu suchen. Sechs Jahre später, im Sommer 1964,
präsentierte er die "Original BEMA-Schwimmflügel"
der - damals noch sehr skeptischen - Fachwelt. Markwitz' Idee setzte
sich schnell durch. 145 Millionen Paar seiner Schwimmflügel
wurden seitdem auf den Weltmarkt gebracht - man darf diese Zahl
getrost mit zwei oder drei multiplizieren, um auf die Anzahl der
Menschen zu kommen, denen die "Flügel" das "Schwimmenlernen"
erleichtert haben. Markwitz wurde vielfach mit dem Vorschlag kontaktiert,
erzählt er, PVC durch ein anderes Material zu ersetzen. "Ich
sage dann immer: Bringt mir ein Material, das dasselbe kann, das
ebenso sicher ist und ein adäquates Preis-/Leistungsverhältnis
bietet. Dann werde ich es als Alternative prüfen."
Neue Produktionstechnologie: Ethan-zu-VCM
Der europäische PVC-Hersteller EVC International hat mit dem
US-Unternehmen Bechtel eine Vereinbarung für die Vermarktung
der Technologie und den Bau großtechnischer Anlagen zur Herstellung
von VCM aus Ethan unterzeichnet. Der patentierte Ethan-zu-VCM-Prozess
stellt einen potentiellen Durchbruch in der Produktionstechnologie
des mehr als 60 Jahre alten Werkstoffes dar und verspricht eine
geringere Abhängigkeit der PVC-Industrie von Ethylen und Petrochemikalien.
Derzeit wird Vinylchloridmonomer (VCM) vor allem auf der Basis von
Ethylen hergestellt. Ethan kostet um ein Drittel weniger als Ethylen,
außerdem erübrigen sich bei der neuen Technologie Ethylencracker
und das Zwischenprodukt EDC (Ethylendichlorid). Seit mehr als einem
Jahr ist auf dem EVC-Gelände in Wilhelmshaven eine Pilotanlage
mit einer Jahreskapazität von 1.000 Tonnen in Betrieb. Nachdem
nun bestätigt werden konnte, dass der Ethan-zu-VCM-Prozess
funktionsfähig ist, beginnen EVC und Bechtel mit der Planung
einer ersten großtechnischen Anlage.
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