API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller


Gerüstet für die Zukunft -
Moderne PVC-Vewertungssysteme in Österreich


Juni 2007. Lediglich 0,5 Prozent des heimischen Abfallaufkommens entfallen auf PVC. Trotz dieser verschwindend kleinen Menge ist es der Branche wichtig, Sorge zu tragen, dass gebrauchte PVC-Anwendungen verantwortungsvoll aufbereitet und verwertet werden. „Abfallwirtschaft“ ist eine Thematik die auch im Mittelpunkt von Vinyl 2010, der europaweiten Selbstverpflichtungsmaßnahme der Branche zu nachhaltigem Umgang mit dem Werkstoff, steht. Die, aufgrund dieser Maßnahme in ganz Europa forcierte, Installation leistungsstarker Sammelsysteme für Alt-PVC bewirkte in den letzten Jahren eine kontinuierliche Steigerung der wiederverwerteten PVC-Menge. Allein im letzten Jahr hat sich die Menge im Vergleich zu 2005 verdoppelt – auf insgesamt 83.000 Tonnen.

Österreichs Wiederverwertungs-Systeme
Österreich, das seit jeher ein Vorreiter auf dem Sektor des Recyclings ist, begann schon weit vor der gesamteuropäischen Maßnahme mit der Schaffung nachhaltiger Wege der Wiederverwertung. Bereits seit 1991 bestehen für die beiden großen Bereiche Kunststoff-Fenster und Kunststoff-Rohre – hierzulande immerhin fast 80 Prozent aller PVC-Anwendungen – landesweit modernste Sammel- und Verwertungssysteme. Im vergangenen Jahr wurden damit allein 350 Tonnen gebrauchte PVC-Rohre der Wiederverwertung zugeführt. „Wir rezyklieren tatsächlich alles, was verfügbar ist“, erläutert DI Theodor Znidaric, Managing Director der API PVC- und Umweltberatung, die Situation. „Vor allem im Bereich der Hart-PVC-Anwendungen wie Fenster und Rohre ist jedoch die Lebenserwartung der Produkte wesentlich höher als ursprünglich angenommen.“ Kunststoff-Fenster werden im Zuge von Altbausanierungen oft erst nach über 30 Jahren Einsatz ausgebaut. Danach können sie jedoch immer noch in anderen Objekten verwendet werden und bieten oftmals wesentlich bessere Dämmeigenschaften als die ursprünglich dort befindlichen Fenster. Eine Praxis, die zu beträchtlichem Export von Alt-Kunststoff-Fenstern geführt hat und einer breiten Bevölkerungsschicht bei geringem finanziellem Aufwand Zugang zu mehr Wohnqualität bietet.

Neue Recycling-Methoden
Können gebrauchte PVC-Produkte nicht weiterverwendet werden, bieten sich generell drei wesentliche Methoden des Recyclings: Neben dem werkstofflichen Recycling, wie es für die Hauptgruppe der Fenster und Rohre angewendet wird, bilden das rohstoffliche Recycling (Zerlegung von PVC in seine chemischen Bestandteile als Rohstoff für die Industrie) und die thermische Verwertung (Nutzung des Energiegehalts von PVC in der Verbrennung) die gängigsten Verwertungstechniken. Neu und weltweit einzigartig ist das vom europäischen Marktführer SolVin entwickelte Verfahren VinyLoop. Es ermöglicht, Verbundmaterialien wie PVC-beschichtete Gewebe, Kabelummantelungen oder Blister-Verpackungen zu trennen und das so gewonnene PVC, das alle Bestandteile des Ursprungsproduktes enthält, wieder zu verwenden. Gebrauchte Anwendungen werden sinnvoll entsorgt und Rohstoffe geschont.

Den aktuellen Fortschrittsbericht von Vinyl 2010 können Sie unter http://www.vinyl2010.org/Home/Check_our_progress/2007_report downloaden.


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