API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller
High-Performance-Bauten für Olympia
"Belastungstest" für Materialien und Ökologie
Höchstleistungen werden bei Olympischen Spielen nicht
nur den Athleten abverlangt - auch die Olympiabauten setzen Standards.
Jüngst das für die Winterspiele in Salt Lake City errichtete
"Utah Olympic Oval", in dem im kommenden Jahr die Eisschnellläufer
um Medaillen kämpfen werden. Die spektakuläre Sportstätte
wurde vom amerikanischen "Green Building Council" als eines
von nur 19 Bauwerken weltweit als "ökologisch herausragend"
zertifiziert. Die Anerkennung erfolgt aufgrund einer umfassenden Betrachtung
der ökologischen Performance des gesamten Gebäudes und
einer Life-Cycle-Analyse. Ein wesentliches optisches, konstruktives
und technisches Element ist ein 2 Hektar großes PVC-Dach, das
die Energieeffizienz des Eisstadions dramatisch verbessert: Die weiße
Vinyl-Membran reflektiert die Wärme in den Innenraum zurück.
Die Dachkonstruktion ist rund 1.200 Tonnen leichter als eine herkömmliche
Gerüstlösung und erlaubt auch eine - ebenfalls energieschonende
- geringere Raumhöhe. Dank der verblüffend einfachen konstruktiven
Lösung betrug die Bauzeit des Stadions lediglich elf Monate.
Ob sich PVC auch nach dreißig Jahren noch als der "richtige"
Werkstoff erweist, wurde nun eingehend untersucht: Das deutsche
Institut für Bauen mit Kunststoffen nahm - nach "Zwischenuntersuchungen"
in den Jahren 1972 und 1994 - neuerlich die Olympiabauten in München
unter die Lupe. Ziel: Die Langzeiterfahrungen mit PVC - dem im Bauwesen
am häufigsten eingesetzten Kunststoff - auszuwerten. Bereits
in der Entstehungszeit wurde von Experten die teilweise mangelhafte
Ausführung der (in extrem kurzen Bauzeiten errichteten) Sport-
und Wohnstätten kritisiert - ein Faktum, das jetzt neuerlich
betont wurde. Weiters wiesen die Experten auf die vor 30 Jahren
noch teilweise fehlende Erfahrung im Bauen mit Kunststoffen und
die inzwischen erfolgte intensive Weiterentwicklung des Materials
hin. Und dennoch: Alles in allem haben die PVC-Bauteile den Belastungstest
bestens bestanden.
PVC-Bodenbeläge - insgesamt wurden 25.000 m2 verlegt - haben
sich, auch auf den Sportflächen, als unverwüstlich erwiesen.
Auch dort, wo nach nunmehr 29 Jahren täglich Schulkinder turnen,
ist der Originalbelag einwandfrei erhalten. Die dekorativen Brüstungselemente
aus PVC waren 1994 anlässlich einer Fassadenrenovierung ausgebaut,
gereinigt und wieder montiert worden. Auch an ihnen ist die Zeit
spurlos vorbeigegangen, ebenso wie an den rund 20.000 Sitzplätzen
aus PVC. Lediglich im nicht überdachten Bereich zeigt die Bestuhlung
- Hohlprofile mit rechteckigem Querschnitt - Patina in Form von
oberflächlichen Glanzverlusten. Probleme hatte man Anfang der
70er Jahre offenbar noch mit dem sachgemäßen Einbau
der damals noch "jungen" Kunststoff-Fenster (die mittlerweile
in Österreich einen Marktanteil von deutlich über 50 Prozent
besitzen). Probleme, die sich im Münchner Olympiadorf im Wesentlichen
nicht an dem Material, sondern in undichten Einbaufugen bemerkbar
machen. Anders bei den auch 1972 bereits bestens bekannten PVC-Rollläden
- sie funktionieren auch nach bald 30 Jahren einwandfrei.
Eine Zusammenfassung der Studie ("Langzeitbewährung von
PVC-Bauprodukten bei den Oympiabauten in München") kann
bei der API PVC- und Umweltberatung kostenlos angefordert werden
(Telefon 01/712 72 77, Fax DW 88, E-mail office.at@plasticseurope.org).