API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller


Österreichische Studie analysiert Lebenszyklus des Standardkunststoffes PVC –
Institut für industrielle Ökologie präsentiert Expertise „PVC HEUTE“


September 2007. Sämtliche Aspekte des vor allem im Bau- und Infrastrukturbereich äußerst bedeutenden, aber nicht unumstrittenen Kunststoffes Polyvinylchlorid (PVC) analysierte das renommierte österreichische Institut für industrielle Ökologie im Auftrag des Fachverbands Chemie und der österreichischen PVC-Branche. Die Expertise „PVC HEUTE“ bezweckt die Beurteilung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Werkstoffs entlang des gesamten Lebenszyklus. Der Schwerpunkt wurde auf jene Themenbereiche gelegt, die in der Vergangenheit besonders kritisiert wurden und in der öffentlichen Beschaffung teilweise zu Bestrebungen nach PVC-Vermeidung geführt haben. Im Zuge der Arbeit sollte festgestellt werden, ob diese Bedenken nach wie vor gerechtfertigt sind, oder ob sie durch die Entwicklungen der letzten Jahre entkräftet wurden. Die Expertise wird heute, Montag, 10. September 2007, in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einem Fachpublikum präsentiert, sie ist ab dem 11. September unter www.oekoeffizienz.at abrufbar.

Die heimische PVC-Branche erwartet sich von der neutralen wissenschaftlichen Betrachtung der aktuellen Situation nicht nur Erkenntnisse für die weitere Arbeit an der Nachhaltigkeit des Werkstoffes, sondern auch eine „Leitlinie“ für zukünftige Gespräche mit den Umweltexperten der öffentlichen Beschaffung. „Wir meinen, dass für die generelle Diskriminierung des Werkstoffes, die in einigen Bereichen und Kommunen derzeit besteht, keine wissenschaftlich haltbaren Argumente bestehen“, erläutert DI Theodor Znidaric, Sprecher der österreichischen PVC-Hersteller. „Nicht zuletzt durch die europaweiten Bemühungen der Industrie im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative ‚Vinyl 2010’ ist PVC heute ökologisch allen Alternativmaterialien zumindest gleichwertig.“

In Westeuropa wurden im Jahr 2004 rund 6,8 Millionen Tonnen PVC verarbeitet; der Bedarf steigt jährlich um rund 4 Prozent. In Österreich werden jährlich rund 100.000 Tonnen verarbeitet oder als Halb- oder Fertigprodukte importiert. Rund 90 Prozent davon machen langlebige Anwendungen, vor allem im Baubereich (Fenster, Rohre, Dichtungsbahnen und Bodenbeläge), in der Elektro- und Elektronikindustrie (Kabel) und im Bereich Kfz/Transport (Lkw-Planen) aus. Dazu kommen Spezialanwendungen, etwa in der Medizin- und Umwelttechnik.