









|
 |
| |

Neue Anlage für PVC-Recycling:
PVC-Hersteller investieren 3 Millionen Euro
September 1999. Mehr als 40 Millionen Schilling (3 Millionen Euro) investiert der
europäische PVC-Hersteller-Verband (ECVM) in die Entwicklung
von Technologien für Rohstoff-Recycling von PVC. Im Oktober 1999
wird mit dem Bau einer Recycling-Anlage begonnen, die PVC in seine
chemischen Ausgangsprodukte zerlegt und Chlor aus PVC - in Form von
Salzsäure - zurückgewinnt. Die Salzsäure kann dann
wieder als Rohstoff verwendet werden, zum Beispiel für die PVC-Produktion.
Die Anlage wird in Tavaux in Frankreich gebaut und von dem Unternehmen
Solvay betrieben. Solvay wird das Verfahren des deutschen Unternehmens
Linde anwenden: Bei dieser Technologie wird PVC mittels eines flüssigen
Schlackenbades in verwertbares Gas umgewandelt. Etwa 90% des Chlors
können so zurückgewonnen werden. Der Kohlenwasserstoffanteil
kann als Synthesegas in der chemischen Industrie genutzt werden.
Oder als Energiespender, der das Recycling-Verfahren in Gang hält,
eingesetzt werden.
Rohstoffliches Recycling deckt jene Bereiche ab, die durch Materialrecycling
nicht erfaßt werden können. Es bewährt sich vor allem
bei der Wiederverwertung von Produkten, die aus Verbundmaterialien
bestehen, und bei unhomogenen Abfallströmen.
Die neue PVC-Recyclinganlage soll in einem Jahr fertiggestellt sein.
Danach wird in einem Versuchsbetrieb der Recycling-Prozeß getestet
und optimiert. Erste Ergebnisse werden schon in der 2. Hälfte
des Jahres 2001 erwartet.
Zunächst sollen bis zu 2.000 Tonnen PVC pro Jahr rezykliert werden.
Im Jahr 2005 könnte die Kapazität bereits bei 25.000 Tonnen
jährlich liegen. In Europa ist es das erste Projekt einer solchen
Größenordnung.
Die 10 Mitgliedsunternehmen des ECVM arbeiten in diesem Recycling-Projekt
eng zusammen. Mit dieser grenzüberschreitenden Kooperation liefert
die europäische PVC-Industrie einen klaren Beweis ihrer kontinuierlichen
Anstrengungen für eine integrierte Abfallwirtschaftsstrategie.
|
|
Übersicht
zurück
weiter
Archiv
Bestellen
Printversion
|