API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller



Kunststoffe - Die Fakten

Herbst 2011. 1,6 Millionen Menschen arbeiten in der europäischen Kunststoff-Branche. Deren Interessen­vertretung, PlasticsEurope, veröffentlichte soeben die aktuellen Zahlen und Fakten im Internet sowie in der Broschüre „Plastics – the Facts 2011“.

Die Krise der Jahre 2008/09 ist überwunden. Im Jahr 2010 wurden weltweit 265 Mio. Tonnen Kunststoffe erzeugt – mehr als vor der Krise (2008: 245 Mio. Tonnen). Erstmals fiel Europa mit 21,5% der weltweiten Produktion im abgelaufenen Jahr auf den 2. Platz hinter China mit 23,5 % zurück.

Die Produkte der Kunststoffindustrie sind sicher, sparen Energie und Rohstoffe und schützen somit das Klima. Alternative Energiegewinnung (Windräder, Photovoltaik…), Wärmedämmung (Kunststoff-Fenster, Dämmplatten…), Gewichtsreduktion durch Einsatz von Kunststoff-Teilen in Autos und Flugzeugen sparen allesamt weit mehr Energie und CO2 als für die Produktion der Kunststoffe primär eingesetzt wird.

Last not least: In Europa (EU27) stieg die Verwertung von Alt-Kunststoffen im Jahresabstand um satte 8,7 % an. Den größten Anteil an diesem Anstieg verzeichnen dabei Estland und Finnland (diese Länder legten jeweils mehr als + 25 % zu). Österreich liegt mit einer Verwertungsrate von 97 % traditionell im absoluten Spitzenfeld. Nur Deutschland und die Schweiz verweisen auf (geringfügig) höhere Quoten. Dazu beigetragen hat zweifellos die österreichische Deponieverordnung, die es untersagt, Alt-Kunststoffe – welche die Energie von Rohöl enthalten – zu deponieren. Dies fördert indirekt das Recycling oder, wo dies wirtschaftlich wenig sinnvoll wäre, die thermische Verwertung.

„Plastics – the Facts 2011“ steht ab sofort als Download in englischer Sprache zur Verfügung: http://www.plasticseurope.org/Document/plastics---the-facts-2011.aspx?FolID=2