API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller



VinylPlus in Wien präsentiert
Die neue Nachhaltigkeits-Initiative von Europas PVC-Banche


Herbst 2011. Am Dienstag, den 13.September, präsentierte PlasticsEurope Austria die neue Nachhaltigkeits-Initiative der europäischen PVC-Branche, VinylPlus. In der Bel Etage des Österreichischen Gewerbevereins wurden vor rund 100 geladenen Gästen aus der Kunststoffbranche sowie der öffentlichen Beschaffung und Verwaltung die Eckpfeiler des neuen, richtungsweisenden pan-europäischen Projektes vorgestellt.

Erstmals arbeitet die Industrie bei der Planung ihrer Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit in Produktion, Verwendung und Verwertung von PVC mit einer Umwelt-NGO zusammen. David Cook, Ambassador der beauftragten schwedischen Nachhaltigkeits-Organisation The Natural Step (TNS), erklärte bei der Präsentation die Gründe für die Zusammenarbeit: "Wir sind spezialisiert darauf, Unternehmen und Organisationen auf ihrem Weg zu Nachhaltigkeit zu unterstützen. Dabei greifen wir nicht aktiv in die Planung mit ein, sondern übernehmen die Rolle eines kritischen Freundes, der ganz klar sagt, wo der Schuh drückt oder welche Ideen wenig Sinn haben."

Als Vertreter von VinylPlus präsentierte Dr. Helmuth Leitner, Vorstandsmitglied der Initiative und General Manager der ECVM, die ambitionierten Ziele und Aufgaben, denen sich der Werkstoff in den nächsten 10 Jahren zu stellen hat: "Am Anfang stand eine Vision, die gemeinsam mit TNS geschaffen wurde. Wo steht PVC im Jahr 2020? Welche Zwecke wird es zu erfüllen haben, und wo liegen die Wertigkeiten der Menschen in den nächsten 10 Jahren? Darauf aufbauend haben wir nun fünf Aufgabebereiche erarbeitet, die es in den nächsten Jahren sukzessive zu lösen gilt."

Diese Aufgaben sind:

– Die Reduktion des Energie- und Rohstoff-Einsatzes und den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien und Rohstoffe in der PVC-Produktion
– die weitere Reduktion chlororganischer Emissionen
– den nachhaltigen Einsatz von Additiven
– den effizienteren Einsatz und verbesserte Erfassung von PVC über dessen gesamten Lebenszyklus und
– die weitere Steigerung des Bewusstseins für Nachhaltiges Wirtschaften in der gesamten Wertschöpfungskette.

„Noch sind das alles Schlagworte“, fügt Cook an. „Wir werden dafür Sorge tragen, dass diese auch verwirklicht werden.“

Leitner zum Start der Initiative: „Was Ziele und Umfang betrifft, ist VinylPlus sogar noch ambitionierter als Vinyl 2010. So wollen wir bis 2020 jährlich 800.000 Tonnen Alt-PVC recyceln und einen Markt für wiederverwertetes PVC schaffen. Wir haben bereits mit Vinyl 2010 bewiesen, dass die Branche in ganz Europa zusammenarbeitet und im Stande ist, die Industrie- und Recyclinglandschaft nachhaltig zu verändern. Diesmal werden wir jedoch auch vermehrt die Unterstützung politischer Entscheidungsträger auf EU- und nationaler Ebene benötigen. Denn nur durch effektive Strategien beim generellen Abfall-Management und bei der öffentlichen Beschaffung werden wir in der Lage sein, das Recycling sowie die Verwendung recycelter Materialien voranzutreiben. Die Förderung weiterer Schritte in Richtung Null-Deponierung in Europa würde helfen, Privat-Investitionen für das Abfallmanagement zu gewinnen und das ökonomische Potenzial des Recycling-Sektors zu entfalten.“

Mehr zu VinylPlus und Vinyl 2010 erfahren Sie hier: http://www.pvc.at/d/publikationen.htm
Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier: http://www.pvc.at/d/vinylplus_fotos.htm