API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller
PVC-Kabel: Die beste Wahl für größte Sicherheit
Ein spektakuläres Beispiel für die zahlreichen Vorurteile, mit denen
PVC zu kämpfen hat, stellen die Vorgänge rund um den tragischen Brand
des Düsseldorfer Flughafens im April 1996 dar. Heute ist wissenschaftlich
nachgewiesen, dass PVC bei dem Brand keinerlei gravierenden zusätzlichen
Auswirkungen hatte. So hielt der Leiter der Düsseldorfer Expertenkommission,
Professor Dr.-Ing. Paul Michael Weinspach, auf einer Pressekonferenz fest: "Der
Brand wäre genauso abgelaufen, wenn die heute hochgelobten Alternativen
eingesetzt gewesen wären." Eine Erkenntnis, die Fachleute nicht überrascht.
Und der Bericht führt aus: "Sicher ist, dass bei dem Abbrand des Polystyrol-Hartschaumes
auch die üblichen halogenfreien Kabel mit verbessertem Brandverhalten in
vollem Umfang abgebrannt wären."
PVC-Kabeln, die "wie Zündschnüre gebrannt" hätten,
wollten einige selbsternannte Experten kurz nach dem Brand die Schuld an der
Düsseldorfer Katastrophe zuschieben. Eine unwahre Behauptung, die zu unnötiger
Verunsicherung führte. Und die heute - mit "Brief und Siegel"
- widerlegt ist.
Für die Herstellung und Ummantelung von Kabeln werden hauptsächlich
Kunststoffe - neben PVC vor allem PE, VPE, EPR - verwendet. Im Niederspannungsbereich
haben PVC-Compounds mit ca. 75 Prozent den größten Anteil. Gute mechanische
Festigkeit, Zähigkeit sowie Chemikalien- und Feuchtigkeitsbeständigkeit
verhelfen PVC-Kabeln in den unterschiedlichsten Bereichen zu großer Beliebtheit.
"Normale" PVC-Kabel sind - selbst ohne flammhemmende Zusatzstoffe
- flammwidrig und selbstverlöschend, wie Schweißversuche zeigen.
Die häufigsten Nicht-PVC-Kabelmaterialien wären ohne flammhemmende
Zusätze nicht flammwidrig und werden erst durch entsprechende Zusätze
schwerentflammbar.
Verbesserte Brandeigenschaften
Auch bei PVC-Kabeln ist die Entwicklung nicht stehengeblieben. Seit einigen
Jah-ren gibt es auf dem internationalen Markt PVC-Spezialkabel, die weiter verbesserte
Brandeigenschaften wie etwa reduzierte Rauchabgabe und geringere Säureemissionen
besitzen. PVC bietet damit eine den "PVC-freien" Alternativen vergleichbare
Leistung zu wesentlich geringeren Kosten - die so gesparten Investitionskosten
können zusätzliche Brandschutzmaßnahmen ermöglichen wie
z.B die feuerfeste Beschichtung von Kabeln. Mit modernen Brandschutztechniken
kombiniert, sorgen diese Kabel für extrem niedriges Brandrisiko. Denn weit
wichtiger als die Werkstoffeigenschaften sind für die Brandsicherheit konstruktive
Bedingungen bei der Kabelinstallation und Leitungsführung sowie das Brandverhalten
anderer Werkstoffe in der näheren Umgebung. Die Brandsicherheit kann allerdings
nur mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen erhöht werden. Mit
an erster Stelle stehen dabei organisatorische Vorkehrungen und Einrichtungen
des passiven Brandschutzes (Notausgänge, Hitzefühler, Alarmanlagen,
Belüftung etc.).
Reduzierung von Korrosionsschäden
Auch die Gefahr eines Korrosionsschadens kann durch "Umfeldmaßnahmen"
reduziert werden. Neben der generellen Verringerung der Brandgefahr durch die
Verwendung von Sprinklersystemen - HCl wird in Wasser schnell gebunden und damit
stark verdünnt - sind hier die schnelle Reinigung der betroffenen Gebäudeteile
und Einrichtungen nach einem Feuer sowie - materialspezifisch - die Verwendung
von PVC-Kabel-Compounds mit geringer Säureabgabe von Relevanz.