API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller
Das "Voluntary Commitment" -
Die Selbstverpflichtung der PVC-Branche
Vor dem Hintergrund der EU-Horizontalinitiative hat die europäische PVC-Branche
Anfang des Jahres 2000 ein Grundsatzprogramm beschlossen, das das heutige Wissen
um den Werkstoff zusammenfasst und den Anforderungen des "Sustainable Development"
gegenüberstellt. Behandelt werden in dem Aktionsplan die Bereiche "Effiziente
Nutzung der Ressourcen", "Minimierung von Emissionen und Abfall"
und "Optimierung der PVC-Produkte".
Mit konkreten Vorgaben für die nächsten Jahre soll ein europaweites,
lückenloses Produkt-, Abfall- und Wiederverwertungsmanagement aufgebaut
werden. Gemeinsam geplant und durchgeführt von den PVC-Herstellern, den
Lieferanten von Zusatzstoffen und den PVC-Verarbeitern. Umgesetzt mit einem
Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro (3,44 Milliarden Schilling)
in den nächsten 10 Jahren.
Das Programm mit dem Namen "Voluntary Commitment" wurde von den europäischen
Vereinigungen
der Rohstoffhersteller,
der Weichmacherhersteller,
der Stabilisatorenhersteller und
der Kunststoffverarbeiter.
unterzeichnet. Mit diesem partnerschaftlichen Ansatz wird in mehrfacher Hinsicht
Neuland betreten: Da sich jeder Bereich der Wertschöpfungskette, von den
Herstellern der Rohstoffe bis hin zu der großen Bandbreite der Verarbeiter
unterschiedlicher Branchen, der freiwilligen Verpflichtung angeschlossen hat,
ist der gesamte Produktlebenszyklus abgedeckt. Die Transparenz des gesamten
Prozesses ist durch die Überprüfung von unabhängiger Seite gewährleistet.
Das "Grünbuch" der EU hat die Überlegungen und Verpflichtungen
des Voluntary Commitment aufgegriffen und als Maßnahmenoptionen einbezogen.
Eine beispielgebende Zusammenarbeit, die die Bearbeitung des gesamten "Lebensweges"
der PVC-Produkte erlaubt: von der Produktion des Roh-PVC über die Verarbeitung
bis zur sachgerechten Entsorgung oder Wiederverwertung. Eine bisher nicht dagewesene
Form der vertikalen Kooperation einer Branche. Das Papier ist in vier Bereiche
gegliedert:
Die Rohstoffherstellung
Die Zusatzstoffe (Weichmacher, Stabilisatoren)
Die Wiederverwertung und Entsorgung
Die konkreten Verpflichtungen und Programme sowie deren Überwachung.
Die Bezeichnung ist mit Bedacht gewählt: Die Eigenverantwortung der Industrie
("Freiwillige") wird in eine bindende Form ("Verpflichtung")
gebracht. Das Programm umfaßt die nächsten zehn Jahre, konkrete Ziele
werden zunächst für fünf Jahre fixiert und werden im Jahr 2003
für die Folgeperiode festgelegt. Die Einhaltung der Ziele wird durch außenstehende
Institute überprüft und in jährlichen Fortschrittsberichten festgehalten.
Die Kernelemente des Voluntary Commitment
Formelle Vereinbarungen, messbare Ziele
Über bestehende Standards hinaus hat die europäische Branche messbare
Ziele auf dem Weg zur Nachhaltigkeit festgelegt.
Diskussion mit allen Betroffenen
Alle Beteiligten der Branche - von den Herstellern von PVC und Additiven bis
zu den Verarbeitern - haben das Voluntary Commitment unterzeichnet.
Klare Aktionspläne
Gemeinsam wurden Mengen- und Zeitvorgaben festgelegt, die regelmäßig
überprüft werden. Zwischenergebnis 2005, Endergebnis 2010.
Zertifizierung
Die Erreichung der Ziele wird durch eine unabhängige Institution geprüft,
zunächst im Jahr 2003 und erneut im Jahr 2008. Die Ziele werden neuen
technischen Entwicklungen oder Anforderungen angepasst.
Dialog
Die PVC-Branche intensiviert den Kontakt mit den lokalen, nationalen und europäischen
Beteiligten durch eine Reihe von Maßnahmen wie Umweltberichten, Tagen
der offenen Tür, Diskussionsforen, etc.
Die Unterzeichner des Voluntary Commitment
ECVM -
European Council of Vinyl Manufacturers
Der europäische Verband der PVC-Hersteller vertritt die 10 führenden
europäischen Unternehmen, die für mehr als 95 Prozent der westeuropäischen
PVC-Produktion stehen. In Österreich wird ECVM vertreten durch die API
PVC- und Umweltberatung.
ECPI -
European Council for Plasticisers and Intermediates
Der europäische Verband für Weichmacher und Zwischenprodukte vertritt
26 Unternehmen, die Weichmacher herstellen. Weichmacher werden für die
Herstellung flexibler Kunststoffprodukte benötigt.
ESPA -
European Stabilisers Producers Association
Der europäische Verband der der Stabilisatorenhersteller vertritt die
gesamte Industrie. Stabilisatoren werden benötigt, um PVC fest und widerstandsfähig
zu machen.
EuPC -
European Plastics Converters
Der Verband europäischer Kunststoffverarbeiter vertritt rund 30.000 Kunststoff
verarbeitende Unternehmen mit mehr als 1 Million Beschäftigter in Europa.
Sie verarbeiten mehr als 30 Millionen Tonnen Kunststoff jährlich.