API PVC- und Umweltberatung
Branchenvertretung der PVC-Hersteller Österreichs
Die Wiederverwertung von PVC
PVC wird - wie alle Kunststoffe - in vielfältigen Bereichen eingesetzt.
Es hat sich in vielen Einsatzgebieten als nachhaltige Lösung erwiesen.
Obwohl die meisten PVC-Produkte eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten
aufweisen und entsprechend lang eingesetzt werden, erachtet die europäische
PVC-Industrie die Wiederverwertung als vorrangig. "Ökologischer Nutzen
zu akzeptablen Kosten" ist das wichtigste Entscheidungskriterium.
Die Stoffliche Wiederverwertung, die
erneute Nutzung des Materials oder seiner Bestandteile, erfolgt auf zwei Wegen:
Beim Werkstofflichen Recycling wird PVC
geschmolzen und zu einem neuen Produkt verarbeitet. Voraussetzung dafür
ist ein (relativ) sortenreiner Abfallstrom. Die verschiedenen Kunststoffe weisen
unterschiedliche, auf das jeweilige Einsatzgebiet abgestellte Eigenschaften
auf. Daher sind die Post-Consumer-Abfälle nach der Sammlung zu trennen,
zu zerkleinern, zu reinigen und aufzubereiten. Aus dem Rezyklat, dessen chemische
Zusammensetzung nicht verändert wird, können neue PVC-Produkte hergestellt
werden. Für Verbundmaterialien wie z.B. PVC-beschichtete
Gewebe oder für Kabelumhüllungen kommt die Technologie Vinyloop
in Frage.
Beim Rohstofflichen Recycling wird PVC
in seine chemischen Bestandteile zerlegt. Diese bilden dann ihrerseits Rohstoffe
für die Industrie. Dabei wird auf unterschiedliche Technologien zurückgegriffen,
deren Weiterentwicklung von der europäischen PVC-Industrie tatkräftig
unterstützt wird. Bei gemischten Abfallströmen mit hohem PVC-Anteil
bietet sich eine Technologie an, die derzeit in einer Pilot-Recyclinganlage
in Frankreich angewandt wird.
Bei der Thermischen Verwertung mit Energienutzung
steht das hohe Energiepotential von PVC im Vordergrund. Sie wird bei gemischten
Kunststofffraktionen angewandt, bei denen eine stoffliche Wiederverwertung nicht
ökoeffizient ist. Sie erfolgt einerseits in der klassischen Müllverbrennung
mit Energiegewinnung, wo der hohe Energiegehalt der Kunststoffe die sichere
Verbrennung des Restmülls gewährleistet. Eine neue Untersuchung der
holländischen Forschungsorganisation TNO bestätigt, dass PVC bei der
Müllverbrennung keine negative Rolle spielt.
Oder aber man setzt die Kunststoffabfälle als Brennstoff ein, meist gemeinsam
mit herkömmlichen Brennmaterialien und kann damit zur Einsparung fossiler
Brennstoffe beitragen. Dieser speziell aufbereitete Brennstoff ist - vor allem
in der Zementindustrie oder in Elektrizitätswerken - eine wertvolle Ergänzung.
Die PVC-Industrie ist mit ihren Recycling-Aktivitäten vielen anderen Branchen
weit voraus. Recyclingangebote bestehen für mehr als die Hälfte der
PVC-Produkte. Fenster, Rohre, Bodenbeläge Dachbahnen Kabel und Verpackungen
werden ebenso zurückgenommen wie Scheck- und andere Karten.
Unabhängige Wissenschaftler bestätigen, dass PVC auch auf Mülldeponien
kein Problem darstellt