API PVC- und Umweltberatung
Österreichs Branchenvertretung der PVC-Hersteller
Zusatzstoffe
Zusatzstoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Nutzung der vielfältigen
Möglichkeiten, die PVC bietet. Roh-PVC, ein weißes Pulver, wird -
ähnlich wie andere Werkstoffe, etwa Glas, Stahl oder Beton, auch - vor
seiner Verarbeitung mit Additiven vermischt. Zusatzstoffe erleichtern die Verarbeitung
und verbessern die Eigenschaften.
Stabilisatoren bewahren PVC davor,
sich bei hohen Temperaturen zu zersetzen oder chemisch zu verändern,
und verbessern seine Witterungsbeständigkeit. Eingesetzt werden Verbindungen
auf der Basis von Blei, Kalzium, Zink, Barium und Zinn. Cadmium wird kaum
mehr, in Österreich gar nicht verwendet. Stablisatoren sind im PVC-Produkt
fest eingeschlossen, werden also beim Gebrauch nicht in die Umwelt freigesetzt.
Weichmacher verleihen dem PVC Geschmeidigkeit
und Flexibilität. Die wichtigsten Weichmacher gehören zur Gruppe
der Phthalate (DEHP, DINP und DIDP), von geringerer Bedeutung sind Adipate
und Citrate. DEHP, der am häufigsten eingesetzte und best untersuchte
Weichmacher, wird für die Herstellung von flexiblen PVC-Produkten wie
Kunstleder, Fussbodenbelägen oder Medizinprodukten verwendet.
Als Farbstoffe dienen Buntpigmente.
Das mengenmäßig wichtigste Titanoxid zählt zu den Stoffen,
die wegen ihrer Unbedenklichkeit auch für den Kontakt mit Lebensmitteln,
Kosmetika und Medikamenten geeignet sind.
Mineralische Füllstoffe - vor
allem Kreide, aber auch Talkum - erhöhen die Festigkeit und verbessern
die Isolationswirkung von PVC. Sie können in PVC bis zu 50 Prozent ausmachen.